Warum Sie die Eigenkapitalquote erhöhen sollten

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Eigenkapitalquote beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital.

  • Ist die Eigenkapitalquote hoch, bedeutet das oft, dass ein Unternehmen gut gewirtschaftet hat. Außerdem erhöht es die Chance, Investoren zu gewinnen.

  • In Deutschland liegt die durchschnittliche Eigenkapitalquote bei 20 – 25 Prozent.

Inhaltsverzeichnis

Was sagt die Eigenkapitalquote über ein Unternehmen aus?

Das Verhältnis zwischen Eigenkapital zum Gesamtkapital beschreibt die Eigenkapitalquote eines Unternehmens. Die wichtige Bilanzkennziffer dient zur Beurteilung der Kapitalkraft und somit der finanziellen Stabilität und Liquidität eines Unternehmens.

Ein Unternehmen mit hohem Eigenkapital profitiert von Vorteilen wie zum Beispiel:

Finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit
Sind die Umsätze nicht so hoch wie erwartet, laufen Sie offenen Forderungen von zahlungsunfähigen Kunden hinterher oder drohen finanzielle Einbuße in Krisenzeiten wie Corona? Mit einem Geldpolster auf dem Konto sind Sie auch in schlechten Zeiten ohne Fremdkapital liquide.

Bessere Kredite und Konditionen
Eine hohe Eigenkapitalquote bietet Ihnen einen leichteren Zugang zu Fremdkapital. Banken stellen einem Unternehmen mit hohem Eigenkapital eher Kredite zur Verfügung und auch Kapital von Investoren erhalten Sie mit gutem Finanzpolster schneller und meist zu günstigeren Konditionen.

Geringeres Verlustrisiko
Mit ausreichend finanziellen Mitteln können Sie sich besser auf dem Markt etablieren, da sich das Eigenkapital von Investitionen für neue Projekte und Produkte nutzen lässt. Das Verlustrisiko ist dank einer hohen Eigenkapitalquote bei diesem Vorhaben deutlich geringer.

Mit einem professionellen Forderungsmanagement können Sie in Ihrem Unternehmen die Eigenkapitalquote erhöhen und langfristige Liquidität schaffen. Ein externer Dienstleister unterstützt Sie dabei als Experte.

Was gehört zum Eigenkapital?  

Als Kapital wird das gesamte Vermögen eines Unternehmens bezeichnet, welches in der Bilanz als Kapitalpositionen auf der Passivseite und als Vermögensgüter auf der Aktivseite aufgeführt sind.

Zum Gesamtkapital gehört zum einen das Fremdkapital wie etwa Kredite bei Banken und anderen Geldgebern, Darlehen, Anleihen oder Rückstellungen – der restliche Anteil ist das Eigenkapital. Dazu gehören gezeichnetes Kapital wie Einlagen durch den Unternehmer selbst oder andere Gesellschafter, Kapitalrücklagen wie Guthaben in der Kasse, bei Banken oder Versicherungen (Lebensversicherung) sowie Gewinnrücklagen und Jahresüberschuss.

Ein hohes Eigenkapital deutet häufig darauf hin, dass das Unternehmen in der Vergangenheit rentabel gewirtschaftet hat. Es gibt aber auch andere Maßnahmen, wie Sie in Ihrem Unternehmen die Eigenkapitalquote erhöhen können.

Übrigens: Für Eigenkapital gibt es keine Rückzahlungspflicht wie etwa bei Krediten, zusätzlich stehen Ihnen die finanziellen Mittel unbefristet zur Verfügung.

Wie wird die Eigenkapitalquote berechnet?

Bevor Sie für Ihr Unternehmen die Eigenkapitalquote berechnen, stellen Sie sich vielleicht die Frage, was eine gute Eigenkapitalquote ist. In Deutschland liegt die durchschnittliche Eigenkapitalquote bei 20 % bis 25 %. Bei einem Wert von über 20 % ist die Eigenkapitalquote in Ordnung, bei über 30 % wird von einer gesunden Eigenkapitalquote gesprochen und Ihr Unternehmen ist auch in Krisen abgesichert.

So können Sie die Eigenkapitalquote berechnen:
Eigenkapital / Gesamtvermögen = Eigenkapitalquote

Beispielrechnung: Ihr Unternehmen besitzt ein Gesamtvermögen von 500.000 €, das Fremdkapital beläuft sich auf 300.000 € und das Eigenkapital auf 200.000 €.

200.000 / 500.000 = 0,4

Die Eigenkapitalquote liegt also bei 0,4 = 40 % und ist damit sehr gut!

Denn: Umso höher die Eigenkapitalquote ist, desto besser steht es um Ihr Unternehmen! Mit einem hohen Anteil an eigenen finanziellen Mitteln sind Sie auch in schlechten Zeiten in der Lage – ohne Fremdkapital – Ihre Rechnungen zu begleichen und in neue Projekte zu investieren. Daher sollte jedes Unternehmen langfristig die Eigenkapitalquote erhöhen.

Wichtig: Für eine genaue Beurteilung der Eigenkapitalquote in Ihrem Unternehmen sollten Sie Ihren Wert mit denen der Konkurrenz vergleichen. Durch den direkten Vergleich können Sie zusätzlich Ihre Wettbewerbsfähigkeit überprüfen.

Eigenkapitalquote erhöhen: Tipps für Unternehmen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie in Ihrem Unternehmen die Eigenkapitalquote erhöhen können, um langfristig eine finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit zu schaffen, ohne dabei auf Fremdkapital angewiesen zu sein. 

1. Neue Kapitaleinlagen:

Das Eigenkapital lässt sich schnell mit neuem Kapital erhöhen. Verfügen Sie über ausreichend eigene finanzielle Mittel, können Sie dieses Geld in das Unternehmen einbringen. In einer GmbH haben Sie die Möglichkeit, die Gesellschafter um neues Kapital zu bitten oder Sie nehmen neue Gesellschafter für frisches Kapital auf.

2. Bilanzsumme reduzieren:

Durch die Reduzierung der Bilanzsumme schaffen Sie finanzielle Stabilität in Ihrem Unternehmen. Mit einem qualifizierten Mahnwesen durch einen erfahrenen Inkassodienstleister wie Lowell erhöhen Sie Ihr Eigenkapital, indem Sie das Ausfallrisiko minimieren, die Debitorenlaufzeit verkürzen und auf Forderungsabtretung und Factoring zurückgreifen.

3. Gewinnrücklagen:

Wenn Sie die erwirtschafteten Überschüsse nicht auszahlen, sondern als Gewinnrücklage auf dem Bankkonto lassen, können Sie die Eigenkapitalquote erhöhen.

4. Leasing anstatt Kauf:

Fahrzeuge und Maschinen gehören zu den teuren Anschaffungen in einem Unternehmen. Mit Leasing zahlen Sie zwar langfristig für diese Anlagegüter, dafür wird das Eigenkapital nicht durch einmalige hohe Kosten verringert.

5. Stille oder kommerzielle Beteiligungen:

Mit einer stillen Beteiligung eines öffentlichen Beteiligungsgebers lässt sich die Eigenkapitalquote über eine bestimmte Laufzeit erhöhen. Die Beteiligungsgeber haben in der Regel kein Mitspracherecht. Eine Beteiligung durch kommerzielle Gesellschaften erfolgt üblicherweise bei hohem Kapital, zudem gelten hier Mitsprache- und Kontrollrecht.

6. Rangrücktrittsvereinbarung:

Nutzen Sie die Option der Rangrücktrittsvereinbarung, um Ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen. Durch den vorläufigen Verzicht von offenen Forderungen durch den Gläubiger (Darlehensgeber) können Sie Ihre Liquidität verbessern. Die Rangordnung bestimmt, welche Gläubiger bei einer Zahlungsunfähigkeit Ihre offenen Forderungen erhalten.

Gut zu wissen: Fragen Sie alternativ nach einem Kredit aus dem Familien- oder Verwandtenkreis, um die Eigenkapitalquote im Unternehmen zu erhöhen.

Mit Forderungsmanagement die Eigenkapitalquote erhöhen

Eine schlechte Zahlungsmoral von Kunden führt häufig dazu, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen rote Zahlen schreiben oder in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Wenn Sie Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen können, weil Ihnen die finanziellen Mittel fehlen, droht eine Insolvenz. Der einfachste Weg, wäre der zur Bank – doch bei einer schlechten Eigenkapitalquote ist es gar nicht so leicht, an einen Kredit zu kommen.

Wie können Sie das Ausfallrisiko durch offene Forderungen minimieren und gleichzeitig das Eigenkapital erhöhen? Ganz einfach: durch professionelles Forderungsmanagement!

Mithilfe von Forderungsabtretung (Forderungszession) treten Sie offene Forderungen von Kunden an einen Dritten (Inkassodienstleister) ab. Auf diese Weise übertragen Sie das Forderungsrisiko. Und das Beste: Sie müssen sich nicht weiter um die Schuldnerkorrespondenz und das Schreiben von Mahnungen bemühen, da diese Aufgaben vom Inkassobüro übernommen werden. Bei Erfolg der Forderungseintreibung erhalten Sie den Betrag abzüglich entsprechender Gebühren erstattet.

Eine weitere Möglichkeit, das Ausfallrisiko von offenen Forderungen zu reduzieren und dadurch die Eigenkapitalquote zu erhöhen, ist der Forderungsverkauf (Factoring). Bei dieser Option werden die Forderungen nicht abgetreten, sondern an ein Inkasso verkauft. Bei Factoring erhalten Sie direkt finanzielle Mittel durch den sofortigen Verkauf der Forderungen an den Inkassodienstleister. Da dieser das Ausfallrisiko trägt, erhalten Sie die Forderung abzüglich einer Gebühr. 

Merke: Mit Factoring und Forderungsabtretung können Sie schnell die Eigenkapitalquote erhöhen und nebenbei das Ausfallrisiko durch zahlungsunfähige- und unwillige Kunden minimieren.

Fazit: Hohes Eigenkapital für mehr Bonität    

Ein hohes Eigenkapital im Unternehmen sorgt auch in schlechten Zeiten für eine finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit von fremden Kreditgebern. Je mehr finanzielle Mittel Ihnen zur Verfügung stehen, umso besser ist Ihre Bonität. Ein Unternehmen mit gesunder Eigenkapitalquote profitiert von einem guten Image, es kann in neue Projekte investieren, im Wettbewerb mithalten und leichter an Fremdkapital durch Kredite von Banken und Investoren gelangen.

Mit einem externen Dienstleister wie Lowell können Sie Ihre Forderungsmanagement-Prozesse optimieren und durch Forderungsabtretung langfristig Ihre Eigenkapitalquote erhöhen.

Ein Tipp: Durch das Outsourcing des Mahnwesens an einen Inkassodienstleister wie Lowell sparen Sie Zeit und Kosten und können sich den Kernprozessen und neuen Projekten widmen.