Diese Outsourcing-Formen gibt es
Es gibt internes und externes Outsourcing.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt internes und externes Outsourcing.

  • Bekannte Formen sind Selective Outsourcing, Comprehensive Outsourcing und Transitional Outsourcing.

  • Je nach Art und Zeitraum treten weitere Outsourcing-Formen auf.

Inhaltsverzeichnis

Internes versus externes Outsourcing

Beide Varianten sind im weitesten Sinne eine Verlagerung der Aufgaben oder Prozesse eines Unternehmens. Das externe Outsourcing ist eine Auslagerung. Beim internen Outsourcing handelt es sich um eine Ausgliederung.

Im Rahmen des internen Outsourcings erfolgt die Verlagerung der Unternehmensfunktionen intern. Hierzu kann eine Tochtergesellschaft dienen, die besteht oder extra gegründet wird. 

Für das externe Outsourcing benötigen Sie einen externen Partner. Das Unternehmen ist nicht mit ihrem Unternehmen verbunden und rechtlich selbstständig. Es übernimmt in Ihrem Auftrag bestimmte Aufgaben. Die Beauftragung einer Spedition für die Logistik gehört zu den externen Outsourcing-Formen. 

Die bekanntesten Outsourcing-Formen

Im Laufe der Jahre haben sich viele verschiedene Outsourcing-Formen entwickelt. So profitiert Ihr Unternehmen vom kurzfristigen oder langfristigen Auslagern bestimmter Aufgaben. Wir stellen Ihnen drei der beliebtesten Formen des Outsourcings vor.

Selectives Outsourcing

Diese Outsourcing-Form beschreibt die Auslagerung von einzelnen, ausgewählten Bereichen. Es ist eine ideale Lösung für Unternehmen, wenn das nötige Fachwissen in einem bestimmten Bereich fehlt. Das Einstellen einer Fachkraft ist häufig teurer als das Outsourcing dieses Spezialgebiets. Für das Aufbauen des Spezialwissens im eigenen Unternehmen ist oft nicht genug Zeit.

Ein Beispiel für Selective Outsourcing (selective = ausgewählt) ist die Beauftragung eines externen Dienstleisters im IT-Bereich. Die Grundvoraussetzung ist, dass im Unternehmen ein einwandfreies Provider- und Schnittstellenmanagement vorhanden ist. Nur dann ist das Selective Outsourcing dieses Bereichs sinnvoll.

Comprehensive Outsourcing

Beim Comprehensive Outsourcing (comprehensive = umfassend) geht es um die Auslagerung eines gesamten Unternehmensbereichs. Diese erfolgt oft über lange Zeiträume, zum Beispiel für zehn Jahre oder mehr. Comprehensive Outsourcing ist im IT-Bereich sehr beliebt. 

Aufgrund der wachsenden IT-Anforderungen ist nicht mehr jedes Unternehmen in der Lage, mit den schnellen Veränderungen Schritt zu halten. Deshalb ist Comprehensive Outsourcing ideal. Sie können zum Beispiel die gesamte EDV Ihres Unternehmens an einen IT-Dienstleister übertragen.

Transitional Outsourcing

Beim Transitional Outsourcing (transitional = vorübergehend) übernimmt der externe Dienstleister die Aufgabe nur für einen kurzen Zeitraum. Diese Outsourcing-Form kommt zum Einsatz, wenn es eine Umstellung auf eine neue Technologie gibt. Derartige Veränderungen können eine große Störung für den Geschäftsablauf darstellen. Je nach Umfang der Umstellung würde der Betrieb sogar zum Stillstand kommen. 

Um das zu verhindern, können Sie diesen Bereich vorrübergehend outsourcen. Beim Transitional Outsourcing übernimmt der Dienstleister die Aufgaben lediglich für die Dauer der technischen Umstellung. Wenn diese vollständig abgeschlossen ist und die neue Technologie einwandfrei funktioniert, übernehmen Sie die Aufgabe wieder. So vermeiden Sie mit Transitional Outsourcing Ausfälle und finanzielle Verluste. Sie sorgen auch dafür, dass Ihre Kunden zufrieden bleiben. 

Damit alles reibungslos läuft, sollten Sie einen professionellen Dienstleister wählen. Wichtig ist, dass der gewählte Experte Kompetenzen in Ihrer vorhandenen und der neuen Technologie hat.

Weitere Formen des Outsourcings

Neben den oben erläuterten Outsourcing-Formen gibt es weitere Varianten, die sich für Unternehmer lohnen können. Einige Ausprägungen ähneln sich oder werden als Synonym für andere Outsourcing-Formen verwendet. Wir erklären Ihnen, was sich hinter den einzelnen Begriffen verbirgt.

Outtasking

Der Begriff Outtasking wird in der Praxis häufig als Synonym für das Selective Outsourcing gebraucht, in einigen Fällen fälschlicherweise. Outtasking bezieht sich lediglich auf die Auslagerung einzelner Aufgaben, auch „tasks“ genannt. Dabei behält das beauftragende Unternehmen die Prozesskontrolle. Outtasking bietet sich zum Beispiel in den folgenden Bereichen an: 

  • Softwareentwicklung
  • Webdesign
  • Internetrecherche
  • Dokumentdigitalisierung 

Ein gezieltes Outtasking kann die Produktivität steigern und die Kosten senken. 

Cloud Computing

Cloud Computing wird seit einigen Jahren auch als eine der Outsourcing-Formen genannt. Es ähnelt dem klassischen IT-Outsourcing. In der Cloud stehen dem potenziellen Kunden Server- und Storage-Leistungen über ein Netzwerk zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Cloud Computing eine höhere Skalierbarkeit und eine schnellere Bereitstellung der Ressourcen.

Knowledge Process Outsourcing

Hierbei geht es um die Auslagerung komplexer Aufgaben. Für diese ist oft ein hoher Spezialisierungsgrad erforderlich, den externe Dienstleister leichter erfüllen können. Ein Beispiel für diese Outsourcing-Form ist das Schreiben von SEO-Texten für die Suchmaschinenoptimierung im Internet.

Out-Servicing

Hierbei handelt es sich um eine Sonderform des Outsourcings. Die Besonderheit ist, dass nur der Kundendienst an ein externes Dienstleistungsunternehmen abgegeben wird. Für viele Unternehmen ist diese Outsourcing-Form die beste Lösung, um Kosten zu sparen.

Online-Outsourcing

Diese Form des Outsourcings findet über das Internet statt. Damit ist gemeint, dass der externe Dienstleister für die Erbringung seiner Leistung das Internet nutzt. Diese Variante ist gut für das Auslagern der IT oder des Marketings geeignet. 

Business Transformation Outsourcing 

Diese Form des Outsourcings ist auch als Transformational Outsourcing bekannt. Es ist die Kombination von Outsourcing und Business Consulting. Hierbei übernimmt der Dienstleister einen Unternehmensteil oder einen Prozess und reorganisiert ihn nach Best-in-Class-Methoden. 

Danach betreibt er diesen Bereich weiter oder überführt ihn zurück zum Unternehmen. Der Unterschied zum Business Consulting ist, dass der Dienstleister beim Business Transformation Outsourcing die Verantwortung übernimmt. Er ist für die Realisierung der Optimierungspotenziale zuständig.

Business Process Outsourcing

Bei dieser Variante geht ein gesamter Unternehmensprozess an ein anderes Unternehmen. Diese Outsourcing-Form funktioniert zum Beispiel beim Einkauf. Der Outsourcing-Partner übernimmt die Beschaffung und handelt günstigere Konditionen aus. Beim HR-Management ist das Business Process Outsourcing ebenfalls möglich.

Next Generation Outsourcing

Diese Form wird kurz NGO genannt. Sie bezeichnet die durchgängige Trennung der Fachbereich-Geschäftsprozesse und deren Unterstützung durch IT-Services oder IT-Leistungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Qualität und der Konformität bei der Prozessunterstützung. Diese Outsourcing-Form ist im Bereich der Telekommunikation und der neuen Medien verbreitet.

Offshoring

Während es beim herkömmlichen Outsourcing um eine organisatorische Auslagerung handelt, geht es beim Offshoring um die geographische Verlagerung. Ziel ist die Kostensenkung. Diese ist beim Offshoring häufig möglich, da in anderen Ländern ein niedrigeres Lohnniveau herrscht. Ein Risiko ist jedoch der Kontrollverlust, da persönliche Treffen aufgrund der Entfernung selten möglich sind.

Fazit: Unterschiedliche Formen des Outsourcings, ein Vorteil: Ressourcen einsparen

Es haben sich im Laufe der Zeit viele Outsourcing-Formen etabliert. Zu den bekanntesten Varianten zählen Selective Outsourcing, Transitional Outsourcing und Comprehensive Outsourcing. Welche Möglichkeit am besten für Sie ist, hängt von der Art und der Dauer der Auslagerung ab. Auch im Finanzsektor gibt es Möglichkeiten für ein ökonomisch sinnvolles Outsourcing. 

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