Betrugsprävention im eCommerce: So können Sie sich schützen
Das Wichtigste in Kürze
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Das Wichtigste in Kürze

  • Betrugsfälle im Internet machen jährlich einen Schaden von mehreren Milliarden Euro aus.

  • eCommerce Fraud kann nicht nur zu finanziellem Verlust führen, sondern auch das Image eines Unternehmens schaden.

  • Maßnahmen zur Betrugsprävention wie SSL-Zertifikate oder Datenvalidierung helfen dabei, Sie und Ihre Kunden vor Betrug zu schützen.

Inhaltsverzeichnis

Nachgehakt: Was ist Betrugsprävention?

Betrugsprävention bezeichnet die Ausführung verschiedener Maßnahmen zur Aufdeckung und Verhinderung von betrügerischen Geschäften oder Banktransaktionen. Mit diesen Handlungen sollen sowohl finanzielle Schäden als auch Imageverlust bzw. Reputationsschäden von Kunden, Unternehmen und Bankinstituten ferngehalten werden. 

Vor allem im Internet ist Fraud im eCommerce (= Online-Betrug) weit verbreitet und sorgt jährlich für Millionenschäden im Onlinehandel. Aufgrund der Anonymität im World Wide Web haben es Betrüger leicht, sich in der Masse „zu verstecken“. Und auch die Sicherheitsmaßnahmen im Web-Shops weisen oftmals Lücken auf, die für Betrugsfälle verantwortlich sind.

Ein effektives Risikomanagement mit Betrugsprävention ist daher unverzichtbar – speziell, wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen im Internet verkaufen und Ihren Kunden Online Payment anbieten. Ein BPO Dienstleister wie Lowell hilft Ihnen als Experte im Forderungsmanagement gern dabei, mit Betrugsprävention in Ihrem Unternehmen die Zahlungsausfälle zu reduzieren. 

Warum ist Betrugsprävention für den Onlinehandel so wichtig?

Heutzutage ist Online-Shopping nicht mehr wegzudenken: Das Einkaufen von der heimischen Couch ist bequem, einfach und schnell und erfüllt damit gleich drei Kundenbedürfnisse. Für Onlinehändler ist der wesentliche Vorteil von einem Web-Shop, dass die Produkte und Dienstleistungen rund um die Uhr erhältlich und Kunden nicht an Öffnungszeiten gebunden sind. Zusätzlich vereinfachen Order-to-cash Prozesse den Bestell- und Bezahlvorgang für Kunden und Unternehmen. 

Die Digitalisierung hat aber auch Nachteile für Unternehmen, wie zum Beispiel den fehlenden direkten Kundenkontakt und die daraus entstehenden Betrugsfälle. Einen Kunden, der Ihnen am stationären Point-of-Sale physisch gegenübersteht, um seinen Einkauf bargeldlos zu bezahlen, können Sie nach seinem Ausweis fragen. Im Internet fehlt der direkte Kontakt zum Kunden und Sie wissen nicht, wer in Ihrem Onlineshop bestellt und ob es zu Zahlungsausfall durch Betrug kommt.  

Daher hat Betrugsprävention für nahezu alle Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen im Onlinehandel anbieten, höchste Relevanz. Denn Betrug im Internet lauert aufgrund der Anonymität überall: Phishing (= das Abgreifen von Daten) tritt am häufigsten beim Fraud im eCommerce auf. Bei dieser Methode „hacken“ sich Betrüger in ungeschützte Shop-Systeme, greifen E-Mails ab oder verschicken „Fake-E-Mails“ an Ihre Kunden, um so unbemerkt an sensible Daten zu gelangen

Die gestohlenen Kontakt- und Bankdaten nutzen Betrüger, um anschließend auf fremden Namen online Waren zu bestellen. Die daraus entstehenden Zahlungsausfälle können einen immensen finanziellen Schaden im Unternehmen verursachen. Nicht nur das fehlende Geld, sondern auch Kunden- und Imageverlust durch Betrugsfälle führen zu finanziellen Engpässen und können langfristig gesehen die Liquidität bedrohen.

Schon gewusst: Ein finanzieller Schaden in Höhe von knapp drei Milliarden Euro ist dem deutschen Onlinehandel im Jahr 2018 allein durch Betrugsfälle im Internet entstanden! 

Fraud im eCommerce: Welchen Schutz gibt es für Web-Shops?

Als Betreiber eines Onlineshops stehen Sie in der Verantwortung, Ihren Kunden einen sicheren Einkauf im Internet zu ermöglichen. Zusätzlich sind Sie an die strengen Richtlinien der DSGVO (= europäischen Datenschutz-Grundverordnung) gebunden und müssen die Daten von Kunden bestmöglich schützen und anonymisieren

Doch bei einer wirksamen Betrugsprävention im eCommerce ist es gar nicht so leicht für Unternehmen, die Daten nicht an Dritte weiterzugeben. Ein Abgleich von Kundendaten zur Identifizierung bei Auskunfteien, Bonitätsprüfungen und bargeldlose Bezahlverfahren über Payment Provider verlangen oftmals die Weitergabe der Daten.

Die folgenden Maßnahmen zur Betrugsprävention im Onlinehandel können dabei helfen, Betrüger frühzeitig zu entlarven und Zahlungsausfälle durch betrügerische Handlungen zu verringern

  1. Zahlungsmöglichkeiten anpassen 
    Der Kauf auf Rechnung zieht Betrüger magisch an, da die Zahlung erst nach Erhalt der Ware erfolgt. Indem Sie die Zahlung auf Rechnung nicht für Neukunden anbieten oder generell auf sichere Payment Provider wie zum Beispiel Echtzeitüberweisung von Sparkassen und Banken oder PayPal zurückgreifen, sind Sie besser vor Fraud eCommerce geschützt.
  2. Einsatz spezieller Software 
    Betrugsprävention im Onlinehandel mithilfe von computergesteuerten Lösungen werden besonders gern im Risikomanagement angewandt. Ein Programm, das unbemerkt Kundendaten checkt (z. B. Name, Adresse, E-Mail, IP-Adresse) und diese mit vorhandenen Informationen im System abgleicht, schützt vor Online Betrug.
  3. Identifizierung durch PIN oder Link 
    Eine weitere Strategie zur Betrugsprävention im eCommerce ist die Kundenidentifizierung. Im Order-to-cash Prozess können Sie automatisch einen PIN oder Link an die E-Mailadresse oder Handynummer des Kunden senden, der zur Identifizierung dient. Mit dieser Maßnahme lassen sich Betrugsfälle im Web-Shop deutlich reduzieren.

Übrigens: Bei seriösen Online Payment Anbieter erhalten Sie als Unternehmen in der Regel eine Zahlungsgarantie, die häufig nicht nur bei säumigen Kunden, sondern auch in Betrugsfällen gilt.

Risiken erkennen: mit Bonitätsprüfung Zahlungsverlauf überwachen

Die Bonitätsprüfung über einen Inkassodienstleister kann Ihr Unternehmen ebenfalls vor Betrug im Onlinehandel schützen und das Risiko von Zahlungsausfällen senken. Denn es werden heutzutage noch immer viele Online-Bestellungen getätigt, obwohl der Kunde zum Zeitpunkt des Kaufs bereits zahlungsunfähig ist. Um Zahlungsausfälle durch säumige Kunden zu reduzieren, können Sie einen externen Inkassodienstleister beauftragen, die Kreditwürdigkeit Ihrer Kunden zu überprüfen

Ein Inkassodienstleister wie Lowell arbeitet eng mit einer Auskunftei (deutsche Multiauskunftei GmbH) zusammen und kann mithilfe von Bonitätsscoring und Datenauswertung (Data Analytics) Informationen zum Zahlungsverhalten einsehen und die Kreditwürdigkeit einschätzen. Die Prüfung der Bonität von potenziellen oder bestehenden Kunden ist somit ein wichtiger Bestandteil bei der Betrugsprävention im Risikomanagement. 

Vor allem die Negativmerkmale in der Bonität geben Ihnen Einblick über die Zahlungsmoral potenzieller Vertragspartner. Bei negativen Einträgen wie zum Beispiel:

  • gekündigte Kredite durch die Bank aufgrund von Zahlungsstörungen 
  • häufiger Bankwechsel 
  • mehrere Bankkonten und Kreditkarten bei verschiedenen Anbietern
  • viele laufende Kleinkredite 
  • Mahnbescheide und laufende Inkassoverfahren 
  • gerichtliche Vermerke wie Haftbefehl oder eidesstattliche Erklärung
  • eröffnetes Insolvenzverfahren
  • Vollstreckungsbescheid oder Zwangsvollstreckung

sollten Sie von einem Vertragsabschluss mit dem potenziellen Kunden absehen, da das Risiko von Zahlungsausfall und/oder Betrug hoch ist. 

Merke: Je mehr Negativmerkmale in der Bonität aufgeführt sind, desto niedriger ist der Bonitätsscore und umso schlechter ist die Kredit- und Vertrauenswürdigkeit der Person.

Online Payment: Wie Kunden vor Betrug schützen?

Betrugsprävention bedeutet nicht nur, finanzielle Schäden sowie Imageverlust vom Unternehmen fernzuhalten – denken Sie auch daran, Ihre Kunden vor Betrug zu schützen. Sind die Daten Ihrer Kunden in Ihrem Onlineshop nicht sicher, sodass Dritte unbefugt an diese gelangen und damit betrügerische Geschäfte machen, stehen Sie in der Verantwortung. Neben Zahlungsausfällen und hohen Kosten verlieren Sie Kunden und Ansehen, was wiederum zu noch mehr Kundenverlust und Imageschaden führt. 

Schützen Sie Kunden und sich selbst, indem Sie entsprechende Sicherheitssoftware (Firewall, SSL-Zertifikate) installieren und nutzen Sie für den bargeldlosen Zahlungsverkehr bekannte Payment Anbieter wie beispielsweise PayPal, Klarna, Giropay oder die Echtzeitüberweisung von Sparkassen und Banken. Zusätzlich ist die Kundenidentifizierung via PIN eine gute Lösung, um Fraud im eCommerce zu reduzieren. 

Wichtig: Egal welche Maßnahmen Sie zur Betrugsprävention im Risikomanagement anwenden, handeln Sie stets nach den Regeln der DSGVO bzw. EU-DSGVO, um Strafen aus dem Weg zu gehen!

Mit Betrugsprävention Zahlungsausfälle verringern oder vermeiden 

Im Internet drohen speziell für Onlinehändler und deren Kunden an jeder Ecke Gefahren durch Betrug. Ein effektives Risikomanagement mit Betrugsprävention bietet Ihnen verschiedene Maßnahmen, um Fraud im eCommerce und die damit verbundenen Zahlungsausfälle zu verringern oder im besten Fall sogar gänzlich zu vermeiden und sich und Ihre Kunden zu schützen.

Ein Tipp: Durch Ausgliederung des Risikomanagements an einen externen BPO Dienstleister wie die Lowell Group haben Sie eine hohe Zeit- und Kostenersparnis, weniger Forderungs- und Betrugsfälle und somit zufriedene Kunden

Individuelle Anfrage

Es sind noch Fragen offen? Wir von Lowell wissen, dass viele Ihrer Probleme nur mit individuellen Lösungen behoben werden können. Gerne erarbeiten wir maßgeschneiderte Lösungen inklusive Dienstleistungsportfolio für Sie. Wenden Sie sich dafür einfach an einen unserer Experten.

Lowell Financial Services GmbH
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